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RKI: Pressestelle für die Katz‘

Die aktuellsten Pressemitteilungen des deutschen Robert Koch- Instituts (RKI)  stammen am 1. Dezember 2024 aus dem März 2024.  Die Frage erscheint daher angebracht: Wozu finanzieren Deutschlands Steuerzahler die Pressestelle des RKI?

Credits: Pexels

Die Kommunikation des Robert Koch-Instituts (RKI) weist erhebliche Defizite auf, wie mehrere aktuelle Entwicklungen zeigen. Besonders deutlich wurde dies bei der Handhabung der RKI-Protokolle aus der Corona-Zeit. Die Mitarbeiter des Instituts mussten wichtige Informationen zur Neuausrichtung ihrer eigenen Behörde aus dem Ärzteblatt erfahren und waren auf die „Gerüchteküche“ angewiesen[1].

Ein weiterer kritischer Punkt ist der Umgang mit den Corona-Krisenstabsprotokollen. Zunächst veröffentlichte das RKI diese nur mit umfangreichen Schwärzungen, was zu erheblicher Kritik und Misstrauen in der Öffentlichkeit führte. Erst nach einer Klage nach dem Informationsfreiheitsgesetz wurden die Dokumente teilweise zugänglich gemacht[5].

Besonders problematisch erscheint die mangelnde Transparenz bei der Risikobewertung der Pandemie. Während das RKI nach außen seine wissenschaftliche Unabhängigkeit betonte, zeigen interne E-Mails, dass Bundesgesundheitsminister Lauterbach persönlich eine Herabstufung des Risikos mehrfach ablehnte, obwohl das Institut dies fachlich für angemessen hielt[6].

Auch bei der umstrittenen Formulierung von der „Pandemie der Ungeimpften“ versagte die Kommunikation des RKI. Obwohl die Behörde intern diese Aussage als fachlich nicht korrekt einstufte, wurde dies nicht klar nach außen kommuniziert[7]. Diese passive Haltung in der öffentlichen Kommunikation hat das Vertrauen in die Institution beschädigt.

Die aktuelle Debatte um die Neustrukturierung des RKI offenbart zudem gravierende interne Kommunikationsprobleme. Der Personalrat beklagt, dass die Mitarbeiter erst Mitte 2024 erste belastbare Informationen über die geplanten Umstrukturierungen erhielten[1]. Eine solch späte Einbindung der Mitarbeiter bei derart weitreichenden Veränderungen zeugt von erheblichen Mängeln in der internen Kommunikationskultur.

Quellen:
[1] Mitarbeiter warnen vor Zerschlagung des Robert Koch-Institutes https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/rki-personalrat-warnt-vor-schwaechung-zerschlagung-100.html
[2] RKI kritisiert Veröffentlichung ungeschwärzter Corona-Protokolle … https://www.tagesspiegel.de/politik/pandemie-aufarbeitung-rki-kritisiert-veroffentlichung-ungeschwarzter-corona-protokolle-durch-journalistin-12072722.html
[3] Die RKI-Files und der Skandal, der keiner ist | tagesschau.de https://www.tagesschau.de/faktenfinder/kontext/rkifiles-corona-100.html
[4] RKI-Files: ‚Öffentlichkeit und Gerichte wurden klar belogen‘ https://www.die-tagespost.de/leben/glaube/rki-files-oeffentlichkeit-und-gerichte-wurden-klar-belogen-art-254158
[5] Ungeschwärzte RKI-Files: Wirklich Skandale und Lügen zu Corona? https://www.deutschlandfunk.de/corona-rki-protokolle-inhalt-erklaert-100.html
[6] Lauterbach und RKI: Kritik an Gesundheitsminister wegen Corona … https://www.sueddeutsche.de/politik/lauterbach-rki-corona-risikobewertung-mails-fdp-ruecktritt-untersuchungsausschuss-lux.RD5S8BeVnoMbYFkEy33ePV
[7] Corona-Protokolle: Die „Pandemie der Ungeimpften“ und das RKI https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/corona-protokoll-rki-pandemie-impfung-leak-100.html