Eine zukünftige Behandlung der Alzheimer-Krankheit könnte ein Nasenspray sein. Forscher der Università Cattolica und der Fondazione Policlinico Universitario A. Gemelli IRCCS haben entdeckt, dass sie durch die Hemmung des Gehirnenzyms S-Acyltransferase (zDHHC) durch ein Nasenspray dem für die Krankheit typischen kognitiven Abbau und den Hirnschäden entgegenwirken können. Die Studie wurde von Professor Claudio Grassi, Direktor der Abteilung für Neurowissenschaften, und Professor Salvatore Fusco in Zusammenarbeit mit der Universität Catania geleitet.
Die Forscher stellten fest, dass die Gehirne von Alzheimer-Patienten nach ihrem Tod einen Überschuss an S-Acyltransferase enthielten, was ein vielversprechendes therapeutisches Ziel neuer Medikamente sein könnte. Sie stellten auch fest, dass höhere Konzentrationen dieses Enzyms mit einer schlechteren kognitiven Leistungsfähigkeit verbunden waren. Dank einer Förderung in Höhe von 890.000 € aus der PNRR-Ausschreibung 2023 des Gesundheitsministeriums werden neue therapeutische Ansätze gegen dieses Enzym erforscht.
Bei Experimenten an genetisch veränderten Mäusen, die die Alzheimer-Krankheit nachahmen, schalteten Forscher die zDHHC-Enzyme mithilfe eines experimentellen Nasenspray-Medikaments namens „2-Brompalmitat“ aus. Mit diesem Ansatz konnte die Neurodegeneration erfolgreich gestoppt, die Symptome verringert und sogar die Lebenserwartung der Tiere verlängert werden.
„Derzeit gibt es keine Medikamente, die zDHHC7 gezielt blockieren können, und 2-Brompalmitat ist nicht präzise genug“, sagt Prof. Grassi. Dank der PNRR-Finanzierung 2023 können jedoch neue Ansätze getestet werden, die möglicherweise auf Therapien beim Menschen übertragbar sind, darunter „genetische Pflaster“ (kleine „Oligonukleotide“, die an die RNA des zDHHC7-Enzyms binden und dessen Reifung verhindern) oder künstlich hergestellte Proteine, die die Aktivität des zDHHC-Enzyms beeinträchtigen können.“
Die Entwicklung von Alzheimer wird durch Veränderungen bestimmter Proteine vorangetrieben, darunter Beta-Amyloid und Tau, die sich im Gehirn aggregieren und ansammeln. Die Funktionen dieser Proteine werden durch zahlreiche Signale und Veränderungen reguliert, darunter die Anheftung eines Fettsäuremoleküls in einer biochemischen Reaktion namens „S-Palmitoylierung“, die von S-Acyltransferase-Enzymen (zDHHC) durchgeführt wird.
