3.000 Jahre alte DNA zeigt gewaltige Mobilität im Römischen Reich
Die Daten zeigen etwa, wie vielfältig die Bevölkerung vieler Gebiete des Römischen Reichs waren: Mindestens 8 % der in die Studie einbezogenen Personen stammten ursprünglich nicht aus dem Gebiet Europas, Afrikas oder Asiens, in dem sie begraben wurden. Ron Pinhasi von der Universität Wien war als Co-Leiter an der Studie beteiligt, die kürzlich im renommierten Fachmagazin elife publiziert wurde.
In der Studie wurden vorhandene DNA-Daten von Tausenden von Skelettfunden aus dem Römischen Reich sowie aus Mitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien, Großbritannien und Nordeuropa sowie Nordafrika analysiert. Zusätzlich sequenzierten die Wissenschafter*innen 204 neue Genome aus 53 archäologischen Stätten in 18 Ländern. Die meisten stammten von Personen, die in der Zeit des kaiserlichen Roms und der Spätantike, vom ersten bis zum siebten Jahrhundert v. u. Z., gestorben sind.
Originalpublikation:
Stable population structure in Europe since the Iron Age, despite high mobility. Elife. 2024 Jan 30;13:e79714. doi: 10.7554/eLife.79714. PMID: 38288729; PMCID: PMC10827293.
https://elifesciences.org/articles/79714
Weitere Informationen:
https://medienportal.univie.ac.at/media/aktuelle-pressemeldungen/detailansicht/artikel/analyse-3000-jahre-alte-dna-zeigt-gewaltige-mobilitaet-im-roemischen-reich/
