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Mehr lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche in Deutschland 2024

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 271 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche gemeldet. Das sind mehr als in den vier Vorjahren zusammen. Die Ausbrüche führten zu mindestens 2400 Erkrankungen, 451 Hospitalisierungen und acht Todesfällen.

Im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2023 lagen die Zahlen bei rund 191 Ausbrüchen und 1515 Erkrankungen pro Jahr. Häufigste Erreger waren Salmonellen (ein Drittel der Ausbrüche) und Campylobacter-Bakterien (ein Viertel).

Bei den mit hoher Evidenz aufgeklärten Fällen verursachten Fleisch und Fleischerzeugnisse sowie Gemüse und Gemüseerzeugnisse die meisten Ausbrüche. Pflanzliche Lebensmittel gewinnen als Auslöser an Bedeutung: 2020 waren es vier Ausbrüche, 2024 bereits zwölf durch Gemüse, Getreideerzeugnisse, Beeren oder Früchte. Tierische Lebensmittel lagen mit 47 Prozent vor pflanzlichen (33 Prozent).

Erstmals traten die meisten Ausbrüche in Take-Away- und Fast-Food-Imbissen auf, gefolgt von Privathaushalten.

Pflanzliche Lebensmittel, die roh als Salatzutaten verzehrt werden, können ebenfalls Ausbrüche verursachen. Gute Küchenhygiene hilft, Erkrankungen zu vermeiden.

Zwei Ausbrüche durch Salmonellen in Tomaten und Sprossen zogen sich über mehrere Jahre und Staaten hin.

Der Jahresbericht „Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche in Deutschland 2024“ wurde vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut (RKI) erstellt und ist online abrufbar.