Das Vertrauen der CEOs in das Umsatzwachstum ihres Unternehmens ist auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gesunken. Nur noch 30 Prozent der befragten Führungskräfte sind für 2026 zuversichtlich – ein Rückgang von 38 Prozent im Vorjahr und 56 Prozent 2022. Das ergibt die 29. Globale CEO-Umfrage von PwC mit 4.454 Teilnehmern aus 95 Ländern und Territorien.
Künstliche Intelligenz (KI) bildet die entscheidende Trennlinie zwischen Gewinnern und Nachzüglern. Nur 12 Prozent der CEOs berichten von Kostensenkungen und Umsatzsteigerungen durch KI. 33 Prozent verzeichnen Vorteile in einem der beiden Bereiche, 56 Prozent sehen bislang keinen nennenswerten finanziellen Nutzen. Unternehmen, die KI breit einsetzen und starke Grundlagen wie Responsible-AI-Rahmenwerke schaffen, erzielen deutlich höhere Renditen. Solche Firmen liegen bei Gewinnmargen fast vier Prozentpunkte vor anderen.
42 Prozent der CEOs nennen die Frage, ob sie schnell genug transformieren, als größte Sorge – weit vor Innovationsfähigkeit oder langfristiger Überlebensfähigkeit. Externe Risiken belasten zusätzlich: 20 Prozent sehen hohe Exposition gegenüber Zöllen, in China 28 Prozent, in Mexiko 35 Prozent. Die Sorge vor Cyberrisiken stieg auf 31 Prozent (von 24 Prozent im Vorjahr). 84 Prozent planen, die Cybersicherheit zu verstärken.
Trotz schwieriger Lage halten 42 Prozent der CEOs Neuausrichtung für essenziell. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) will im kommenden Jahr international investieren. Die USA bleiben mit 35 Prozent das Top-Ziel, gefolgt von Großbritannien und Deutschland (je 13 Prozent). Das Interesse an Indien hat sich fast verdoppelt (13 Prozent).
PwC-Global-Chairman Mohamed Kande warnte: „2026 wird ein entscheidendes Jahr für KI. Eine kleine Gruppe erzielt bereits messbare Erfolge, während viele noch bei Pilotprojekten stecken. Diese Kluft wird sich schnell vergrößern.“ Er betonte, dass in Zeiten raschen Wandels mutige Entscheidungen und Investitionen in entscheidende Fähigkeiten den Erfolg ausmachen.
Die Umfrage unterstreicht, dass viele Unternehmen die Investitionen in KI noch nicht in stabile Gewinne umsetzen können. Geopolitische Unsicherheiten, Makrovolatilität und Technologiedruck verstärken den Handlungsbedarf. CEOs verbringen 47 Prozent ihrer Zeit mit kurzfristigen Themen, nur 16 Prozent mit langfristigen Entscheidungen.
